Ich möchte dir keine weitere Methode verkaufen, die dir genau sagt, wie du als Führungskraft erfolgreich wirst. Menschen, Teams und Situationen unterscheiden sich zu stark, als dass eine Anleitung für alle passen könnte. Persönlichkeitstests setze ich aus demselben Grund nicht ein.

Meine These: Empathische Führung ist an sich eine Methode. Die Fähigkeit zur Empathie trägt jeder in sich. Ich helfe dir dabei, sie als Methode zielgerichtet einzusetzen.

Was ein Persönlichkeitstest mit dir macht

Ein Ergebnis wie „Ich bin der analytische Typ“ klingt zunächst hilfreich. Es gibt dir eine Sprache für dich selbst. Gleichzeitig legt es nahe, dass du so bist und so bleibst. Ich gehe vom Gegenteil aus: Menschen können sich entwickeln, wenn sie wissen, wo sie stehen und wohin sie wollen.

Besonders deutlich wird das bei Persönlichkeitsmodellen, die als Kommunikationsmodelle verkauft werden. Gemeint ist, dass ihr im Team besser miteinander sprecht. Hängen bleibt in meiner Erfahrung etwas anderes: Jede:r speichert das Modell als Persönlichkeit ab. Aus „Ich habe gerade sachlich kommuniziert“ wird „Ich bin ein sachlicher Typ“.

Für Führung ist das heikel. Ein Typ ist eine Annahme über einen Menschen, bevor du ihn gefragt hast. Wer dagegen fragt, erfasst, was eine Person tatsächlich braucht.

Wie Empathie als Methode aussieht

Führen mit Empathie ist eine Methode, und jede Führungskraft kann sie trainieren. Wie sie bei dir aussieht, hängt von drei Dingen ab.

Was schon da ist. Jede Führungskraft bringt Stärken mit. Bei der einen ist es das aktive Zuhören, bei dem anderen der gerechte Umgang mit allen im Team. Daran knüpfen wir an. Wer ohnehin gut zuhört, braucht andere nächste Schritte als jemand, der klar entscheidet, aber selten nachfragt.

Womit wir arbeiten. Jedes Team hat seine eigene Dynamik, jede Führungskraft ihre eigenen Situationen im Alltag. Wir arbeiten an dem, was bei dir tatsächlich passiert. Im Coaching nutze ich dafür unter anderem Techniken, die an das Psychodrama nach Jacob Levy Moreno angelehnt sind. Dabei nimmst du die Perspektive deiner Mitarbeitenden ein, was dein Empathievermögen erhöht und viel Selbstreflexion mit sich bringt.

Wohin du willst. Eine Teamleitung, die im Alltag mehr Klarheit sucht, braucht andere Schritte als eine erfahrene Führungskraft, die sich auf die nächste Ebene vorbereitet. Dein Ziel bestimmt, welche Verhaltensweisen wir zuerst trainieren.

Alle drei Punkte haben eines gemeinsam: Sie beginnen mit Fragen an dich, noch bevor irgendein Ergebnis feststeht.

Der KOMPASS DER EMPATHISCHEN FÜHRUNGTM

Als Führungskräfte-Coach mit 15 Jahren Führungserfahrung arbeite ich mit dem von mir entwickelten KOMPASS DER EMPATHISCHEN FÜHRUNGTM. Ich habe ihn aus meiner Promotion abgeleitet. Promoviert habe ich 2022 am Business Science Institute (Université Lyon) mit der Arbeit „Wahrnehmung von Empathie in Führung. Empirische Forschung mit qualitativen Interviews“. Grundlage sind Interviews mit Mitarbeitenden darüber, was sie von empathischen Vorgesetzten erwarten.

Der KOMPASS DER EMPATHISCHEN FÜHRUNGTM funktioniert als Selbsteinschätzung. Du legst für jeden Bereich fest, was für dich eine 10 bedeutet, schätzt ein, wo du heute stehst und wo du hinwillst, und leitest daraus drei Prioritäten mit je einem ersten Schritt ab. Nach drei bis sechs Monaten schätzt du dich erneut ein. Deine Definition der 10 bleibt gleich, damit du deine Entwicklung sehen kannst.

Das Ergebnis ist dein persönlicher Standort, und der darf sich verändern. DU darfst dich als Mensch verändern.

Drei Fragen für deinen nächsten Schritt

Du kannst heute damit beginnen:

  • Welche Stärke bringe ich in meiner Führung schon mit?
  • In welcher Situation mit meinem Team möchte ich anders reagieren?
  • Wo möchte ich in einem Jahr stehen, und woran merke ich, dass ich dort angekommen bin?

Empathie ist dein wichtigstes Führungstool. Wie du es einsetzt, entscheidest du. Wenn du wissen möchtest, wie das für dich aussehen kann, melde dich gerne bei mir für ein kostenfreies Kennenlerngespräch. Ich freue mich auf den Austausch mit dir.


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